Update Juni und Juli 2026

Es geht recht schnell vorwärts. Bei meinem Besuch am 6. Juni 2026 wurden die ersten Arbeiten am Dach vorbereitet. Bei meinem Besuch am 25. Juli 2026 war das Betondach schon so trocken, dass die meisten Betonschalungen entfernt werden konnten.

Der Sonnenschutz war ein weiteres Thema. Rollläden, Markisen und Sonnenstoren wurden bestimmt und bestellt.

Verschwunden ist auch die Baubaracke. Nur noch ein gelber Fleck im trockenen Rasen, wo sie gestanden hat.

Finanzen

Ein Projekt, welches ich beenden konnte, war eine Auseinandersetzung mit der Steuerverwaltung. Eine Einsprache läuft zwar noch, aber dies schein mehr eine Formsache zu sein und sollte keine grossen Schwierigkeiten machen. Es scheint aber auch auf der Steuerverwaltung nicht gut zu laufen, zu viel Arbeit, welche sich auf zu wenig Schultern verteilt. Ich sehe auch, dass bei der Steuerverwaltung Basel-Stadt ständig Personal gesucht wird. Der Lohn beim Staat ist nicht konkurrenzfähig mit der Privatwirtschaft.

Bei der Finanzierung des Hausbaus, sieht es so aus, dass fast fünfunddreissig Prozent der Bausumme bereits bezahlt sind, durch Eigenkapital. Ich werde mich wohl in diesem 3. Quartal 2026 überlegen müssen, welche Hypothek ich wählen möchte. Einerseits ob Saron oder Festhypothek. Die Raiffeisen bietet eine Festhypothek von 1.99 Prozent auf neun Jahre und 0.95 % Saron für fünf Jahre.

Momentan denke ich über eine Hypothek von 400’000.00 und einem Baukredit oder zweiten Hypothek für ein Jahr von 250’000.00 nach. Diese zweite Hypothek brauche ich nur bis zum Verkauf meiner bisher bewohnten Eigentumswohnung. Die Laufzeit der ersten Hypothek ist mir ebenfalls noch nicht klar. Wenn ich eine 10-jährige Hypothek wählen würde, wäre ich bei deren Ablauf 65 Jahre alt.

Meine Situation ist ungewöhnlich, relativ geringes Einkommen (für ein Haus dieser Grösse) aber hohes Eigenkapital. Viele Online-Rechner und wohl auch Banken sind bei meiner Situation überlastet.

Mitte Juni gab es im Bereich der Sicherheit und der Schliessanlage noch Fragen, welche zu Mehrkosten geführt haben. Die Endkosten sind aber absehbar, da bis auf die Position der Umgebungsarbeiten alle Werkaufträge erteilt worden sind.

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Säulen

Es war mir bewusst, dass es an der Südfassade Säulen gibt, auf beiden Etagen. Die ganze Südfassade besteht aus Fenstern, haben aber selber keine tragende Wirkung. Diese wird durch die Säulen gewährleistet und diese stehen im Raum, nicht zwischen den Fenstern.

Erst durch den Bau des Dachs, habe ich realisiert, dass dieses im Obergeschoss auch von zwei Säulen getragen wird. Diese bestehen wie bei den Säulen an der Südfront aus Metall und sind nicht sichtbar, da sie in den Wänden versteckt sind. Die beiden einzigen sichtbaren Säulen sind jeweils in den beiden Wohnzimmern, vor den Fenstern, sichtbar.

Diese sind quadratisch und werden mit Chromstahlprofilen ummantelt. Sie sind nicht so verziert wie die in der Villa Tugendhaft von Ludwig Mies von der Rohe, aber mir gefällt meine Version besser, da ich sie ruhiger finde. Auch sind die Säulen in Brünn auch zu weit im Raum. In meiner Variante sind sie an einem besseren Ort.

Dach

Ein Vorteil des aus Beton gegossenen Dachs ist die Schallisolation. Was toll ist, wenn man nahe beim Flughafen lebt, aber in Liesberg weniger Relevant ist. Womit lassen sich dann die doch erheblichen Mehrkosten dieser Konstruktionsweise rechtfertigen?

Für mich war es der sommerliche Wärmeschutz. Betondächer besitzen thermische Eigenschaften, welche helfen die Innentemperatur über das ganze Jahr zu regulieren. In meiner ersten Wohnung in Münchenstein habe ich unter einem Holzdach gelebt. Im Sommer war das kaum auszuhalten. Wenn es draussen heiss war, entsprach dies auch der Innentemperatur. Dito im Winter.

Bei Betondächern ist dies nicht der Fall. Zu den Vorteilen der Luftdichtigkeit kommt auch die grosse Masse des Betons und der damit verbunden Temperaturträgheit dazu. Das Raumklima ist wesentlich angenehmer. Im Sommer bleibt es kühler, im Winter wärmer. Im Sommer können Temperaturunterschiede im konventionellen Bau über 30 Grad betragen, bei der Betondecke schwanken die Temperaturen nur gegen zwei Grad (Quelle).

«Grosse Bedeutung für Energieeffizienz und Behaglichkeit hat die thermische Trägheit von Beton, beziehungsweise dessen hohe Wärmespeicherfähigkeit. Diese hängt mit der Masse des Bauteils zusammen; das heisst: je höher die Rohdichte des Betons, desto besser eignet sich das Bauteil als Wärmespeicher. Bauteile aus Beton bleiben in der Regel lange kühl, wenn sie direkter solarer Einstrahlung ausgesetzt sind. Nachts hingegen geben sie die gespeicherte Wärme nach und nach an die Umgebung ab. Dadurch können insbesondere im Sommer Temperaturspitzen besser abgepuffert werden als durch Leichtbaustoffe.» (Quelle)

Dies sind wohl auch die Gründe, dass das Betondach eine Bedingung für die Klimaanlagen und die Minergie P Zertifizierung war. Die provisorische Zertifizierung habe ich erhalten.

Klar hat Beton als Baumaterial auch eine ästhetische Qualität. Und es gibt viele sehr schöne Bauten aus diesem Material. Jedoch wollte ich eine wärmere Farbe für ein Wohnhaus. Ich glaube die gewählten Farben passen auch besser zu meinen Bildern als das kühle Beton.

Wenn man die Bilder der aktuellen Waldbränden sieht und die Trockenheit der Wiesen und Wälder in Liesberg, dann ist wohl auch der Brandschutz, ein nicht zu unterschätzender Aspekt des Betons.

Ein letzter Punkt zum Dach. Wie man auf den Bildern sieht, können Solarzellen auf der Nordseite des Daches eine nicht unerhebliche Wirkung erzielen. Gemäss dieser Seite erreiche ich bei meiner Anlage (Ausrichtung nach Süden, Dachneigung bei 10 Grad) 93 Prozent einer optimalen Anlage (30 Grad). Bei der Nordfläche hätte ich immerhin noch 79 Prozent. (Quelle)

Was ist im August geplant? Es folgt die Montage der Fenster und der Türen. Wenn das Haus geschlossen ist, werden Lüftung, Heizung, Elektronik und Kühlung montiert.

Auch die Demontage des Krans sollte bald erfolgen.

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